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Arbeit · Lohn

Lohn nicht gezahlt? So forderst du ihn ein, bevor er verfällt

Der Zahltag ist vorbei, und auf dem Konto fehlt das Gehalt oder ein Teil davon. Die Überstunden tauchen auf keiner Abrechnung auf, die Abrechnung selbst fehlt seit Monaten. Du willst den Job nicht gefährden, aber die Miete muss raus.

Antwort in 20 Sekunden: Der Lohn ist am vereinbarten Zahltag fällig, ohne Vereinbarung nach Ablauf des Monats (§ 614 BGB). Zahlt der Arbeitgeber nicht, schuldet er Verzugszinsen, derzeit 6,52 % im Jahr auf den Bruttobetrag; die 40-Euro-Pauschale gibt es im Arbeitsrecht nicht. Die größte Gefahr ist die Ausschlussfrist im Arbeits- oder Tarifvertrag: Häufig verfällt der Anspruch schon nach drei Monaten, wenn du ihn nicht schriftlich forderst. Fordere deshalb jetzt, mit Monat und Betrag, und heb den Nachweis auf, dass dein Schreiben angekommen ist.

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Stand: Oktober 2026 · Redaktion: Ben Ambros · Gesetze und Urteile unter „Grundlagen“ am Seitenende

Infografik: Lohn einfordern, bei Verspätung stehen dir Verzugszinsen auf brutto und Dispozinsen zu, die 40-Euro-Pauschale dagegen nicht
Fällig ist der Lohn am vereinbarten Zahltag, ohne Vereinbarung nach Ablauf des Monats (§ 614 BGB). Grafik: reklamo.ai

Wann der Lohn fällig ist und was die Verspätung kostet

Wann gezahlt wird, steht meist im Arbeits- oder Tarifvertrag, etwa „zum letzten Bankarbeitstag des Monats“. Fehlt eine Regel, ist der Lohn nach Ablauf des Zeitabschnitts fällig, beim Monatsgehalt also am Ersten des Folgemonats (§ 614 BGB). Ist der Zahltag nach dem Kalender bestimmt, gerät der Arbeitgeber ohne Mahnung in Verzug, sobald er verstreicht (§ 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB). Das gilt auch für diesen Ersten, denn er steht im Kalender fest. Eine Mahnung brauchst du für den Verzug also in der Regel nicht.

Schuldet dir jemand privat Geld, hilft Mahnung schreiben.

Die Ausschlussfrist: Warum du nicht warten darfst

Viele Arbeits- und Tarifverträge lassen Ansprüche verfallen, die du nicht innerhalb einer kurzen Frist geltend machst. Die Klausel steht meist weit hinten, unter „Ausschlussfristen“, „Verfallfristen“ oder „Verfall von Ansprüchen“. Anders als bei der Verjährung ist der Anspruch danach nicht nur schwer durchsetzbar, sondern weg.

Verlass dich trotzdem nicht darauf, dass deine Klausel unwirksam ist. Rechne mit der kürzesten Frist: Ist das Augustgehalt am 31.08.2026 fällig und sieht der Vertrag drei Monate ab Fälligkeit vor, muss deine Forderung spätestens am 30.11.2026 beim Arbeitgeber sein. Nenne darin Monat, Art und Betrag. Ein „Bitte zahlen Sie mir mein Geld“ ohne Zahlen reicht im Streit womöglich nicht. Und du musst beweisen können, dass die Forderung angekommen ist.

Lohn einfordern: 4 Musterbriefe als Word und PDF

Die Forderungen sind als Geltendmachung im Sinne einer Ausschlussfrist formuliert. Rechne mit Bruttobeträgen, so wie sie auf der Abrechnung stehen.

Muster 1 · ausstehender Lohn: erste Mahnung mit Zahlungsfrist

Betreff: Ausstehender Lohn für [Monat, z. B. Oktober 2026], Personalnummer [Nummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Arbeitsentgelt für [Monat] in Höhe von [Betrag] € brutto war am [Zahltag, z. B. 30.10.2026] fällig. Bis heute ist [keine Zahlung / nur eine Zahlung von … € netto] bei mir eingegangen.

Ich mache den offenen Betrag von [Betrag] € brutto [bei Teilzahlung: abzüglich gezahlter … € netto] hiermit geltend und fordere Sie auf, ihn bis zum [Datum, etwa sieben Tage] auf mein Konto [IBAN] zu überweisen. Seit dem [Tag nach dem Zahltag] befinden Sie sich in Verzug und schulden Verzugszinsen von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz aus dem Bruttobetrag (§ 288 Abs. 1 BGB).

Bitte senden Sie mir mit der Zahlung die Abrechnung für [Monat] (§ 108 GewO). [Optional: Können Sie nicht sofort den vollen Betrag zahlen, nennen Sie mir bitte bis zum gleichen Datum einen verbindlichen Zahlungstermin in Textform.]

Dieses Schreiben dient zugleich der Geltendmachung im Sinne vertraglicher und tariflicher Ausschlussfristen.

Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname]

Muster 2 · Überstunden geltend machen

Betreff: Geltendmachung der Vergütung von Überstunden, [Zeitraum, z. B. August bis September 2026]

Sehr geehrte Damen und Herren,

vom [Datum] bis zum [Datum] habe ich über meine vertragliche Arbeitszeit von [Stunden] Stunden pro Woche hinaus insgesamt [Anzahl] Überstunden geleistet. Eine Aufstellung mit Datum, Beginn, Ende, Pausen und Tätigkeit liegt bei.

Die Überstunden [wurden von Frau Beispiel per E-Mail vom 05.09.2026 angeordnet / hat Herr Beispiel durch Abzeichnen der Stundenzettel gebilligt / waren nötig, um den Auftrag … bis zum … fertigzustellen].

Ich mache hiermit die Vergütung von [Anzahl] Stunden zu je [Stundenlohn] €, zusammen [Betrag] € brutto, geltend [zuzüglich des Zuschlags von … % laut …]. Bitte zahlen Sie den Betrag mit der nächsten Abrechnung, spätestens bis zum [Datum]. [Optional: Mit einem Ausgleich in Freizeit bis zum … bin ich einverstanden, wenn Sie mir die freien Tage in Textform bestätigen.]

Bitte überlassen Sie mir außerdem eine Kopie der Arbeitszeiterfassung für diesen Zeitraum. Dieses Schreiben dient zugleich der Geltendmachung im Sinne vertraglicher und tariflicher Ausschlussfristen.

Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname]

Anlage: Aufstellung der Überstunden

Muster 3 · Lohnabrechnung anfordern

Betreff: Fehlende Lohnabrechnungen für [Monate, z. B. Juli bis September 2026]

Sehr geehrte Damen und Herren,

für [Monate] habe ich bisher keine Abrechnung meines Arbeitsentgelts erhalten. Nach § 108 GewO steht mir bei jeder Zahlung eine Abrechnung in Textform zu.

Bitte senden Sie mir die fehlenden Abrechnungen bis zum [Datum, etwa 14 Tage] [per Post an meine Anschrift / per E-Mail an …]. [Falls du ausgeschieden bist: Außerdem bitte ich um den Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung für 2026.]

[Falls auch Geld fehlt: Den noch offenen Lohn für … mache ich zugleich in Höhe von … € brutto geltend; dieses Schreiben dient insoweit der Wahrung vertraglicher und tariflicher Ausschlussfristen.]

Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname]

Muster 4 · Urlaubsabgeltung nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses

Betreff: Abgeltung meines Resturlaubs, Arbeitsverhältnis beendet zum [Datum]

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Arbeitsverhältnis bei Ihnen hat am [Datum] geendet. Zu diesem Zeitpunkt standen mir noch [Anzahl] Urlaubstage zu, die ich wegen der Beendigung nicht mehr nehmen konnte.

Nach § 7 Abs. 4 BUrlG ist dieser Urlaub abzugelten. Nach meinem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen (§ 11 BUrlG) sind das [Anzahl] Tage zu je [Tagessatz] €, zusammen [Betrag] € brutto.

Ich mache diesen Betrag hiermit geltend und bitte Sie, ihn bis zum [Datum, etwa 14 Tage] auf mein Konto [IBAN] zu überweisen und mir die Abrechnung sowie die Urlaubsbescheinigung (§ 6 Abs. 2 BUrlG) zu senden.

Dieses Schreiben dient zugleich der Geltendmachung im Sinne vertraglicher und tariflicher Ausschlussfristen.

Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname]

Forderung mit Betrag und dem richtigen Satz

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Überstunden: Was du beweisen musst

Im Streit musst du zwei Dinge darlegen: an welchen Tagen du wie lange über deine vertragliche Zeit hinaus gearbeitet hast, und dass der Arbeitgeber die Überstunden angeordnet, gebilligt oder geduldet hat oder dass sie für die Arbeit nötig waren. Daran hat auch die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung nichts geändert (BAG, Urteil vom 04.05.2022, 5 AZR 359/21). Dass du lange im Büro warst, reicht allein nicht. Dass jemand deine selbst geschriebenen Listen kommentarlos entgegennimmt, auch nicht.

Die Pflicht hilft dir trotzdem: Arbeitgeber müssen Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit erfassen (BAG, Beschluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21). Verlange eine Kopie dieser Aufzeichnungen und führe parallel deine eigene Liste: Datum, Beginn, Ende, Pause, Auftrag, wer die Mehrarbeit verlangt hat. Heb Mails, Chatnachrichten und Schichtpläne auf.

Steht im Vertrag „Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten“, ist das nur wirksam, wenn du erkennen kannst, wie viele Stunden gemeint sind. Bei sehr hohen Gehältern fehlt nach dem BAG allerdings schon die Erwartung, dass Überstunden extra bezahlt werden; als Orientierung dient die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (Urteil vom 22.02.2012, 5 AZR 765/10).

Den Stundenlohn bei Monatsgehalt schätzt du so: Monatsgehalt geteilt durch (Wochenstunden × 13 : 3). Bei 3.000 € und 40 Stunden sind das 173,33 Stunden im Monat und rund 17,31 € pro Stunde.

Lohnabrechnung anfordern: dein Anspruch nach § 108 GewO

Bei jeder Zahlung muss der Arbeitgeber eine Abrechnung in Textform erteilen, mit Abrechnungszeitraum und Zusammensetzung des Entgelts: Zuschläge, Zulagen, Abzüge, Abschläge, Vorschüsse (§ 108 Abs. 1 GewO). Haben sich die Angaben gegenüber der letzten Abrechnung nicht geändert, darf sie entfallen (§ 108 Abs. 2 GewO). Papier ist nicht nötig, ein digitales Mitarbeiterpostfach genügt (BAG, Urteil vom 28.01.2025, 9 AZR 48/24).

Ohne Abrechnung kannst du nichts nachrechnen. Fordere sie mit Muster 3 an. Fehlen dir nach dem Ausscheiden ältere Abrechnungen, etwa für einen Rentenantrag, kommst du notfalls über eine DSGVO-Auskunft an die Angaben.

Urlaubsabgeltung: Was dir nach dem Ende zusteht

Konntest du Urlaub wegen des Endes nicht mehr nehmen, wird er in Geld abgegolten (§ 7 Abs. 4 BUrlG). Der Anspruch entsteht mit dem Ende und kann wie jeder Geldanspruch an einer Ausschlussfrist scheitern. Fordere ihn deshalb in den ersten Wochen nach dem letzten Arbeitstag (Muster 4).

Berechnet wird nach dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen, ohne Überstundenvergütung (§ 11 Abs. 1 BUrlG). Als Faustformel bei fester Fünf-Tage-Woche: drei Bruttomonatsgehälter geteilt durch 65 Arbeitstage. Bei 3.000 € sind das 138,46 € pro Tag, für sechs offene Tage also 830,77 € brutto. Wie viele Tage dir zustehen, wenn du im Laufe des Jahres gehst, steht unter Kündigung Arbeitsvertrag; beim Wechsel in die Rente unter Kündigung wegen Rente.

Wenn trotz Brief nichts kommt

Arbeit zurückhalten: Bei einem erheblichen Lohnrückstand darfst du deine Arbeitsleistung zurückhalten, bis gezahlt ist (§ 273 BGB). Der Schritt muss verhältnismäßig sein, und der Arbeitgeber muss erkennen können, für welche Forderung du das tust. Eine feste Grenze gibt es nicht. Die Rechtsprechung neigt dazu, einen Rückstand ab etwa eineinhalb bis zwei Monatsgehältern nicht mehr als geringfügig anzusehen; einigermaßen sicher bist du erst bei zwei vollen Monatsgehältern, und auch dann zählt der Einzelfall. Liegst du falsch, ist dein Fernbleiben eine Arbeitsverweigerung, die eine Abmahnung oder Kündigung nach sich ziehen kann. Kündige es deshalb schriftlich an und lass dich vorher beraten.

Fristlos kündigen: Zahlt der Arbeitgeber trotz Abmahnung einen nicht unerheblichen Betrag nicht oder über längere Zeit verspätet, kann das eine fristlose Kündigung rechtfertigen, innerhalb von zwei Wochen (§ 626 BGB). Dann kannst du auch Ersatz des Lohns bis zum Ende der ordentlichen Kündigungsfrist verlangen (§ 628 Abs. 2 BGB, BAG, Urteil vom 26.07.2001, 8 AZR 739/00). Hast du noch keinen neuen Job, kläre vorher die Folgen fürs Arbeitslosengeld: Erkennt die Agentur für Arbeit den Rückstand nicht als wichtigen Grund an, droht eine Sperrzeit von zwölf Wochen (§ 159 SGB III).

Klagen: Vor dem Arbeitsgericht darfst du dich in der ersten Instanz selbst vertreten (§ 11 Abs. 1 ArbGG) und die Klage bei der Rechtsantragstelle zu Protokoll geben. Das Verfahren beginnt mit einer Güteverhandlung (§ 54 ArbGG). Kostenvorschüsse gibt es nicht (§ 11 GKG), und endet der Streit mit einem Vergleich, fallen keine Gerichtsgebühren an. Deinen Anwalt zahlst du in der ersten Instanz selbst, auch wenn du gewinnst (§ 12a ArbGG). Bist du in einer Gewerkschaft, frag dort nach Rechtsschutz, sonst schreib einen Anwalt an.

Arbeitgeber pleite: Insolvenzgeld beantragen

Wird über das Vermögen des Arbeitgebers das Insolvenzverfahren eröffnet, der Antrag mangels Masse abgewiesen oder der Betrieb ohne Antrag vollständig eingestellt, wenn ein Verfahren offensichtlich mangels Masse nicht in Betracht kommt, zahlt die Agentur für Arbeit Insolvenzgeld. Es ersetzt den Nettolohn der letzten drei Monate des Arbeitsverhältnisses vor diesem Ereignis (§ 165 SGB III), berechnet höchstens aus der Beitragsbemessungsgrenze (§ 167 SGB III). Der Antrag muss innerhalb von zwei Monaten nach dem Insolvenzereignis gestellt sein (§ 324 Abs. 3 SGB III). Ältere Rückstände meldest du schriftlich beim Insolvenzverwalter an (§ 174 InsO).

Was du jetzt tun solltest

Was du nicht tun solltest

Häufige Fragen

Gibt es den Musterbrief zum Lohn einfordern als Word oder PDF?
Ja, unter jedem der vier Muster sind Knöpfe für Word und PDF. Setz deine Zahlen in die eckigen Klammern ein und schick das Schreiben so, dass du den Zugang belegen kannst.
Wie schreibe ich die erste Mahnung für ausstehenden Lohn?
Nenne Monat, Bruttobetrag und Zahltag, setz eine kurze Zahlungsfrist mit Datum und schreib dazu, dass das Schreiben der Geltendmachung im Sinne von Ausschlussfristen dient. Muster 1 enthält genau das. Eine zweite oder dritte Mahnung brauchst du rechtlich nicht.
Muss ich den Arbeitgeber erst mahnen, bevor Zinsen anfallen?
In der Regel nicht. Steht der Zahltag nach dem Kalender fest, tritt der Verzug mit dem verstrichenen Zahltag ein (§ 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB). Beim Monatsgehalt ohne vereinbarten Zahltag ist das der Erste des Folgemonats (§ 614 BGB), auch er steht im Kalender fest. Schreiben solltest du in jedem Fall, wegen der Ausschlussfrist.
Wie fordere ich meine Lohnabrechnung an?
Schriftlich, mit den fehlenden Monaten und einer Frist von etwa zwei Wochen (Muster 3). Der Anspruch folgt aus § 108 GewO. Fehlt mit der Abrechnung auch Geld, mach den Betrag gleich mit geltend.
Wie mache ich Überstunden schriftlich geltend?
Mit einer Aufstellung nach Tagen, der Angabe, wer die Mehrarbeit angeordnet oder gebilligt hat, und dem Betrag brutto (Muster 2). Schick das Schreiben innerhalb der Ausschlussfrist; im Streit musst du Stunden und Veranlassung belegen.
Wie berechne ich meine Urlaubsabgeltung?
Es zählt der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen ohne Überstundenvergütung (§ 11 BUrlG). Bei fester Fünf-Tage-Woche ergibt die Faustformel drei Bruttomonatsgehälter geteilt durch 65 den Tagessatz. Den multiplizierst du mit den offenen Urlaubstagen und forderst den Betrag mit Muster 4.
Bekomme ich die 40 Euro Verzugspauschale vom Arbeitgeber?
Nein. Nach dem BAG verdrängt § 12a ArbGG die Pauschale aus § 288 Abs. 5 BGB im Arbeitsverhältnis (Urteil vom 25.09.2018, 8 AZR 26/18). Verzugszinsen auf den Bruttobetrag und nachweisbare Schäden wie Dispozinsen bekommst du aber.
Darf ich die Arbeit verweigern, wenn der Lohn nicht kommt?
Nur bei einem erheblichen Rückstand, angekündigt und verhältnismäßig (§ 273 BGB). Bei kleinen oder einmaligen Verspätungen riskierst du eine Abmahnung oder Kündigung.

Grundlagen

§§ 195, 199, 273, 286, 288, 309 Nr. 13, 614, 626, 628 BGB · § 108 GewO · §§ 6, 7, 11 BUrlG · § 3 MiLoG · §§ 11, 12a, 54 ArbGG · § 11 GKG · §§ 159, 165, 167, 324 SGB III · § 174 InsO · Basiszinssatz 1,52 % seit 01.07.2026 (Deutsche Bundesbank) · BAG GS, Beschluss vom 07.03.2001, GS 1/00 · BAG, Urteile vom 26.07.2001, 8 AZR 739/00, vom 28.09.2005, 5 AZR 52/05, vom 22.02.2012, 5 AZR 765/10, vom 20.06.2018, 5 AZR 377/17, vom 18.09.2018, 9 AZR 162/18, vom 25.09.2018, 8 AZR 26/18, vom 28.11.2019, 8 AZR 293/18, vom 04.05.2022, 5 AZR 359/21, und vom 28.01.2025, 9 AZR 48/24 · BAG, Beschluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21 · Stand: Oktober 2026

Ben Ambros, Immobilienkaufmann
Ben Ambros · Immobilienkaufmann
13 Jahre Hausverwalter in München (über 1.000 Wohnungen), heute Makler für Mehrfamilienhäuser in Murnau. Schreibt hier über das, was er früher selbst abgerechnet hat. Über Ben →
Bekannt aus: Verbraucherschutz.tv
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