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Schufa-Eintrag löschen lassen: Fristen 2026 und Musterbriefe

Die Wohnung war so gut wie zugesagt, dann kam die Absage wegen der Schufa. Oder der Kredit scheitert an einer Rechnung, die du längst bezahlt hast. Ob der Eintrag weg muss, hängt an drei Fragen: Stimmt er, durfte er gemeldet werden, und ist die Speicherfrist abgelaufen?

Antwort in 20 Sekunden: Ein falscher oder unzulässig gemeldeter Eintrag muss weg (Art. 16, 17 DSGVO). Unzulässig ist nach dem BGH zum Beispiel die Meldung einer Forderung, die du vorher konkret bestritten hast und die weder tituliert noch belegt ist. Ein bezahlter Eintrag bleibt dagegen in der Regel drei Jahre, nur 18 Monate, wenn du binnen 100 Tagen nach der Meldung gezahlt hast und sonst nichts Negatives vorliegt. Nach einer Restschuldbefreiung müssen die Information und die davon erfassten Forderungen nach sechs Monaten verschwinden. Fang mit der kostenlosen Datenkopie an.

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Stand: Oktober 2026 · Redaktion: Ben Ambros · Gesetze und Urteile unter „Grundlagen“ am Seitenende

Balkengrafik: Schufa-Eintrag löschen, bezahlte Forderungen bleiben 3 Jahre, bei Zahlung binnen 100 Tagen 18 Monate, nach Restschuldbefreiung 6 Monate
Die Fristen stammen aus den Verhaltensregeln der Auskunfteien, der BGH hält sie grundsätzlich für zulässig. Grafik: reklamo.ai

Wie lange die Schufa speichert: Fristen 2026

Feste Fristen im Gesetz gibt es nicht. Die Auskunfteien haben sich Verhaltensregeln gegeben, die der Hessische Beauftragte für Datenschutz genehmigt hat. Seit 1. Januar 2025 steht darin die 18-Monats-Regel. Gebunden sind die Auskunfteien im Verband Die Wirtschaftsauskunfteien, die sich den Regeln angeschlossen haben. Zum Verband gehören unter anderem Schufa, CRIF und infoscore.

EintragGelöscht wird er
Offene, unbestrittene Forderungdrei Jahre nach der Meldung; jede neue Meldung des Gläubigers lässt die Frist neu beginnen
Bezahlte Forderungdrei Jahre nach der Erledigung
Bezahlt binnen 100 Tagen nach der Meldungnach 18 Monaten, wenn in dieser Zeit nichts Neues gemeldet wird und keine Daten aus Schuldnerverzeichnis oder Insolvenz vorliegen
Eintrag im Schuldnerverzeichniswie beim Amtsgericht: drei Jahre nach der Eintragungsanordnung, früher, wenn das Vollstreckungsgericht löscht (§ 882e ZPO)
Restschuldbefreiung erteiltnach sechs Monaten, zusammen mit den erkennbar erfassten Forderungen
Restschuldbefreiung versagt oder widerrufen, Abweisung mangels Massenach drei Jahren
Anfragen von Banken und Händlernbis zu drei Jahre, auf deinen Antrag schon nach einem Jahr

Bezahlt heißt also nicht gelöscht. Der BGH hat im Dezember 2025 entschieden, dass die Schufa erledigte Zahlungsstörungen nicht sofort löschen muss und die Fristen der Verhaltensregeln als Richtschnur taugen (18.12.2025, I ZR 97/25). Früher löschen muss sie nur, wenn dein Interesse an der Löschung im Einzelfall ein „wesentlich überdurchschnittliches Gewicht“ hat. Die Hürde ist hoch. Im selben Fall hielt das OLG Köln bei der Neuverhandlung im März 2026 drei Jahre für angemessen, und der Kläger nahm die Berufung zurück.

Eine berechtigte Forderung zahlst du deshalb so schnell wie möglich, am besten innerhalb von 100 Tagen nach der Meldung. Nur so kommst du an die kürzere Frist. Wer das nicht auf einmal schafft, findet Wege unter Ratenzahlung und Stundung.

Erst die Datenkopie: kostenlos, ohne Bezahlprodukt

Bevor du etwas löschen lässt, musst du wissen, was gespeichert ist. Die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist kostenlos. Die Schufa verkauft daneben eigene Produkte, und die Verbraucherzentrale Hamburg weist darauf hin, dass das kostenlose Angebot oft hinter den bezahlten versteckt ist. Das Formular findest du unter meineschufa.de/de/datenkopie, per Post geht Muster 1. Seit März 2026 kannst du Daten und Score zusätzlich in einem kostenlosen Schufa-Konto ansehen; die Anmeldung lief zum Start über den Personalausweis mit Online-Funktion.

Prüf dann jeden Eintrag: Kennst du den Gläubiger? Stimmen Betrag und Datum? Steht bei bezahlten Forderungen „erledigt“ mit Datum? Was nicht stimmt, kommt in Muster 2 oder 3. Die allgemeinen Regeln zur Auskunft, mit Monatsfrist und Erinnerung, stehen unter DSGVO-Auskunft und Löschung.

Falscher oder unzulässig gemeldeter Eintrag

Einen falschen Eintrag muss die Schufa unverzüglich berichtigen oder löschen (Art. 16, 17 DSGVO). Typische Fälle: die Forderung war schon vor der Meldung bezahlt, eine Verwechslung mit jemandem gleichen Namens, ein Vertrag, den Betrüger in deinem Namen geschlossen haben, ein falscher Betrag. Stecken in der gemeldeten Summe Gebühren, die deine Bank gar nicht verlangen durfte, kannst du diese Bankgebühren zurückfordern. Solange die Schufa prüft, kannst du verlangen, dass sie den Eintrag sperrt (Art. 18 Abs. 1 lit. a DSGVO).

Ob eine Meldung überhaupt erlaubt war, richtet sich nach der DSGVO, nicht nach § 31 BDSG. Der BGH verlangt, dass die gemeldete Forderung etwas Verlässliches über deine Zahlungsfähigkeit oder deinen Zahlungswillen aussagt. Das tut sie nicht, wenn du sie vor der Meldung konkret beanstandet hast und sie weder tituliert noch vom Gläubiger plausibel belegt ist. Das Inkassounternehmen musste die Meldung in diesem Fall widerrufen, und schon der gesunkene Score kann einen Schadensersatzanspruch begründen (BGH, 12.05.2026, VI ZR 375/24).

Beim Prüfen hilft die frühere Messlatte aus § 31 Abs. 2 BDSG. Danach durfte vor allem gemeldet werden, wenn es ein Urteil oder einen anderen Titel gab oder du die Forderung ausdrücklich anerkannt hattest. Sonst brauchte es mindestens zwei schriftliche Mahnungen nach Fälligkeit, vier Wochen zwischen erster Mahnung und Meldung und vorher einen Hinweis auf die mögliche Meldung, und du hattest die Forderung nicht bestritten. Fehlt etwas davon, ist das ein Ansatz für deinen Brief an den Gläubiger. Widerrufen muss, wer gemeldet hat (Muster 3). Parallel schreibst du der Schufa (Muster 2). Kam die Meldung von einem Inkassobüro, dessen Forderung du bestreitest, kommt der Inkasso-Widerspruch dazu.

Schufa-Eintrag löschen: 4 Musterbriefe als Word und PDF

Leg jedem Brief Kopien deiner Belege bei, nie Originale. Für Muster 3 an den Gläubiger brauchst du einen Nachweis, dass es angekommen ist (Zugang nachweisen). Alle vier lassen sich als Word-Datei oder PDF laden oder direkt kopieren. Für Creditreform, infoscore oder CRIF tauschst du nur Namen und Anschrift der Auskunftei aus.

Muster 1 · Kostenlose Datenkopie und Score-Erklärung anfordern

Betreff: Antrag auf Datenkopie nach Art. 15 DSGVO

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte senden Sie mir eine Kopie aller personenbezogenen Daten, die Sie über mich speichern, mit den Angaben nach Art. 15 Abs. 1 DSGVO. Bitte nennen Sie dabei für jeden Eintrag die Herkunft und die Empfänger, denen Sie Auskünfte über mich erteilt haben.

Bitte teilen Sie mir außerdem meine aktuellen Score-Werte mit und erläutern Sie, welche Daten und Kriterien eingeflossen sind, wie stark sie gewichtet wurden und wie sich Änderungen dieser Daten auf den Wert auswirken würden (Art. 15 Abs. 1 lit. h DSGVO).

Zur Identifizierung: [Vor- und Nachname, Geburtsdatum, aktuelle Anschrift, frühere Anschriften].

Die Datenkopie ist kostenlos (Art. 12 Abs. 5, Art. 15 Abs. 3 DSGVO). Ein kostenpflichtiges Produkt bestelle ich nicht. Bitte antworten Sie innerhalb eines Monats nach Eingang (Art. 12 Abs. 3 DSGVO).

Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname]

Muster 2 · Antrag auf Löschung: falscher oder abgelaufener Eintrag

Betreff: Antrag auf Löschung eines Eintrags, Gläubiger [Name des Gläubigers], gemeldet am [Datum]

Sehr geehrte Damen und Herren,

in meiner Datenkopie vom [Datum] ist folgender Eintrag gespeichert: [Gläubiger, Betrag, Datum, Status, z. B. Beispiel Telekom GmbH, 312,40 €, gemeldet am 04.03.2025, erledigt am 20.05.2025].

[Wenn der Eintrag falsch ist: Dieser Eintrag ist unrichtig. Ich hatte die Forderung schon vor der Meldung, am …, vollständig bezahlt / vor der Meldung, am …, schriftlich und begründet bestritten, einen Titel gibt es nicht. Belege liegen bei. Ich verlange die Löschung nach Art. 17 Abs. 1 lit. d DSGVO, hilfsweise die Berichtigung nach Art. 16 DSGVO. Bis zur Klärung sperren Sie den Eintrag bitte (Art. 18 Abs. 1 lit. a DSGVO).]

[Wenn die Frist abgelaufen ist: Die Forderung ist seit dem … erledigt. Die Speicherfrist nach Ihren Verhaltensregeln ist abgelaufen: drei Jahre seit der Erledigung / 18 Monate, weil ich innerhalb von 100 Tagen nach der Meldung gezahlt habe und weder weitere Negativdaten noch Einträge aus Schuldnerverzeichnis oder Insolvenz vorliegen. Ich verlange die Löschung nach Art. 17 Abs. 1 lit. a DSGVO.]

[Optional, wenn die Frist noch läuft: Ich bitte um vorzeitige Löschung, weil mein Interesse hier besonders schwer wiegt: …]

Bitte teilen Sie die Löschung den Empfängern mit, denen Sie den Eintrag übermittelt haben, und nennen Sie mir diese (Art. 19 DSGVO). Bestätigen Sie mir die Erledigung bitte schriftlich bis zum [Datum, ein Monat nach Eingang].

Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname, Geburtsdatum]

Muster 3 · An den Gläubiger: Meldung widerrufen

Betreff: Ihre Meldung an die SCHUFA, [Kundennummer oder Aktenzeichen]: Aufforderung zum Widerruf

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben eine Forderung über [Betrag] € aus [Vertrag oder Rechnung vom …] an die SCHUFA Holding AG gemeldet. Diese Meldung war unzulässig. [Begründung, z. B. Ich hatte die Forderung am … schriftlich und begründet bestritten, Kopie anbei; einen Titel gibt es nicht, Belege haben Sie mir nicht vorgelegt. / Die Forderung war bei der Meldung bereits bezahlt, Beleg anbei. / Einen Vertrag mit Ihnen habe ich nie geschlossen; Anzeige wegen Identitätsdiebstahls ist erstattet, Vorgangsnummer ….]

[Bei bestrittener Forderung: Eine Forderung, die vor der Meldung konkret bestritten wurde und weder tituliert noch plausibel belegt ist, darf nicht an eine Auskunftei übermittelt werden (BGH, Urteil vom 12.05.2026, VI ZR 375/24).]

Ich fordere Sie auf, die Meldung gegenüber der SCHUFA und gegebenenfalls weiteren Auskunfteien bis zum [Datum, 14 Tage] zu widerrufen und mir das schriftlich zu bestätigen. Ansprüche auf Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO bleiben vorbehalten.

Dieses Schreiben ist kein Anerkenntnis der Forderung.

Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname]

Muster 4 · Löschung nach Restschuldbefreiung

Betreff: Löschung nach erteilter Restschuldbefreiung, Amtsgericht [Ort], Az. [Aktenzeichen, z. B. 12 IK 345/19]

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Beschluss des Amtsgerichts [Ort] vom [Datum] wurde mir die Restschuldbefreiung erteilt. Der Beschluss ist seit dem [Datum der Rechtskraft] rechtskräftig, eine Kopie liegt bei. Seitdem sind mehr als sechs Monate vergangen.

Länger als das öffentliche Insolvenzregister darf eine Auskunftei die Information über die Restschuldbefreiung nicht speichern (EuGH, Urteil vom 07.12.2023, C-26/22 und C-64/22). Nach Ihren Verhaltensregeln endet mit ihr auch die Speicherung der Forderungen, die von der Restschuldbefreiung erfasst sind.

In meiner Datenkopie vom [Datum] sind trotzdem gespeichert: [z. B. Restschuldbefreiung erteilt am …; Forderung der Beispiel Bank AG über … €, gemeldet am …].

Ich verlange die Löschung dieser Daten (Art. 17 Abs. 1 DSGVO) und die Mitteilung an die Empfänger (Art. 19 DSGVO). Bitte bestätigen Sie mir die Löschung bis zum [Datum, ein Monat nach Eingang] und senden Sie mir danach eine aktuelle Datenkopie.

Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname, Geburtsdatum]

Datenkopie fotografieren, Antrag bekommen

Fotografiere deine Schufa-Datenkopie oder den Brief des Gläubigers. Reklamo gleicht den Eintrag mit den Fristen und Regeln dieser Seite ab und schreibt den passenden Antrag mit deinen Daten und dem richtigen Datum. Die Vorschau ist kostenlos.

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Nach der Restschuldbefreiung: sechs Monate, dann muss es raus

Im öffentlichen Insolvenzregister steht die Restschuldbefreiung höchstens sechs Monate, gerechnet ab der Rechtskraft der Entscheidung (§ 3 Abs. 2 InsBekV). Länger darf sie auch die Schufa nicht speichern, so der EuGH am 7. Dezember 2023. Die Schufa hatte ihre Frist schon im Frühjahr 2023 von drei Jahren auf sechs Monate verkürzt und nach eigenen Angaben Einträge von rund 250.000 Menschen gelöscht. Nach den Verhaltensregeln verschwinden mit der Information auch die Forderungen, die erkennbar von der Restschuldbefreiung erfasst sind.

Bleiben dürfen Schulden, die nicht darunter fallen: alles, was nach der Eröffnung des Verfahrens neu entstanden ist, und die Ausnahmen aus § 302 InsO, etwa Geldstrafen oder Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung, wenn der Gläubiger sie so angemeldet hat. Wurde die Restschuldbefreiung versagt oder widerrufen, gelten drei Jahre.

Für Muster 4 brauchst du den Beschluss mit dem Datum der Rechtskraft. Fehlt der Vermerk auf deiner Kopie, frag beim Insolvenzgericht nach.

Der Score: Was zählt und was du erfahren darfst

Seit dem 17. März 2026 rechnet die Schufa mit einem neuen Score: 100 bis 999 Punkte, je höher, desto besser, berechnet aus zwölf Kriterien. Dazu gehören Zahlungsstörungen, das Alter deines ältesten Bankvertrags und deiner ältesten Kreditkarte, die Wohndauer an der aktuellen Adresse, Anfragen und neue Ratenkredite der letzten zwölf Monate und die längste Restlaufzeit deiner Ratenkredite.

Ein schlechter Score ist kein Löschgrund. Er erholt sich aber, sobald falsche oder abgelaufene Einträge verschwinden. Und du hast Anspruch auf eine Erklärung. Der EuGH sieht im Score eine automatisierte Entscheidung, wenn die Bank sich entscheidend danach richtet (07.12.2023, C-634/21). Das VG Wiesbaden hat daraus abgeleitet, dass die Schufa im Einzelfall erklären muss, welche Daten den Wert bestimmt haben, wie stark und wie er sich bei anderen Daten ändern würde. Den Algorithmus selbst muss sie nicht offenlegen (19.11.2025, 6 K 788/20.WI).

Creditreform, infoscore, CRIF: jede Auskunftei einzeln fragen

Nicht jede Absage geht auf die Schufa zurück. Viele Unternehmen fragen bei anderen Auskunfteien an, und jede hat ihren eigenen Datenbestand. Was bei der Schufa gelöscht ist, kann woanders noch stehen. Deine Rechte sind überall dieselben, Muster 1 bis 4 passen mit geänderter Anschrift. Für die Selbstauskunft nennen die Auskunfteien selbst diese Anschriften (Stand Oktober 2026):

Wenn die Schufa nicht löscht: wer dann hilft

Von Diensten, die gegen Gebühr Löschungen versprechen, rät die Verbraucherzentrale Hamburg ab. Einen richtigen Eintrag muss die Schufa vor Ablauf der Frist auch dann nicht löschen, wenn ein bezahlter Dienst für dich schreibt.

Was du jetzt tun solltest

Was du nicht tun solltest

Häufige Fragen

Gibt es einen kostenlosen Musterbrief, um die Schufa löschen zu lassen?
Ja, Muster 2 oben für falsche oder abgelaufene Einträge und Muster 4 nach einer Restschuldbefreiung. Du kannst sie als Word-Datei oder PDF laden oder den Text kopieren. Leg Kopien deiner Belege bei.
Wie stelle ich einen Antrag auf Löschung bei der Schufa?
Schriftlich, mit dem genauen Eintrag aus deiner Datenkopie, dem Grund und Belegen. Die Schufa muss innerhalb eines Monats antworten. Ist der Eintrag falsch gemeldet, schreib zugleich dem Gläubiger, denn er muss die Meldung widerrufen.
Wann löscht die Schufa nach der Restschuldbefreiung?
Sechs Monate nach Rechtskraft der Restschuldbefreiung, zusammen mit den Forderungen, die davon erfasst sind. Steht danach noch etwas in deiner Datenkopie, verlange die Löschung mit Muster 4 und leg den Beschluss bei.
Wird ein bezahlter Schufa-Eintrag sofort gelöscht?
Nein. In der Regel bleibt er drei Jahre nach der Erledigung, 18 Monate, wenn du binnen 100 Tagen nach der Meldung gezahlt hast und sonst nichts Negatives vorliegt. Der BGH hält das grundsätzlich für zulässig.
Wie lasse ich einen Eintrag bei Creditreform, infoscore oder CRIF löschen?
Genauso wie bei der Schufa: erst die kostenlose Datenkopie anfordern, dann mit Muster 2 oder 4 die Löschung verlangen. Die Fristen der Verhaltensregeln gelten auch dort. Für Creditreform schreibst du seit 2025 an infoscore (Experian). Die Adressen stehen oben.
Kann ich die Schufa-Löschung über die DSGVO verlangen?
Ja, das ist heute die Grundlage: Berichtigung nach Art. 16, Löschung nach Art. 17, Sperrung während der Prüfung nach Art. 18 DSGVO. Alte Muster mit § 34 BDSG stammen aus der Zeit vor Mai 2018.
Muss ich einen Löschantrag stellen, wenn die Frist abläuft?
Nach Ablauf der Frist löscht die Schufa von selbst. Kontrollier es trotzdem mit einer neuen Datenkopie. Steht der Eintrag dann noch da, schick Muster 2.
Hilft mir die Ombudsfrau der Schufa?
Ja, wenn du mit der Schufa selbst nicht weiterkommst. Das Verfahren ist kostenlos. Ob ein Gläubiger richtig gemeldet hat, klärst du aber zuerst mit ihm selbst.

Grundlagen

Art. 12, 15, 16, 17, 18, 19, 82 DSGVO · § 31 BDSG · § 882e ZPO · § 3 InsBekV · §§ 301, 302 InsO · Verhaltensregeln der Wirtschaftsauskunfteien für Prüf- und Löschfristen · EuGH, Urteile vom 07.12.2023, C-26/22 und C-64/22 sowie C-634/21 · BGH, Urteil vom 18.12.2025, I ZR 97/25 · BGH, Urteil vom 12.05.2026, VI ZR 375/24 · VG Wiesbaden, Urteil vom 19.11.2025, 6 K 788/20.WI · Stand: Oktober 2026

Ben Ambros, Immobilienkaufmann
Ben Ambros · Immobilienkaufmann
13 Jahre Hausverwalter in München (über 1.000 Wohnungen), heute Makler für Mehrfamilienhäuser in Murnau. Schreibt hier über das, was er früher selbst abgerechnet hat. Über Ben →
Bekannt aus: Verbraucherschutz.tv
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