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Steuer · Finanzamt

Verspätungszuschlag vom Finanzamt: Einspruch, Erlass und Säumniszuschläge

Die Steuererklärung kam zu spät, und mit dem Bescheid kommt ein Verspätungszuschlag. Manchmal muss das Finanzamt ihn festsetzen, manchmal entscheidet es nach Ermessen. Davon hängt ab, ob ein Einspruch etwas bringt.

Kurz gesagt: Gibst du eine Pflicht-Erklärung zu spät ab, kostet das 0,25 % der Nachzahlung je angefangenen Monat, mindestens 25 € (§ 152 Abs. 5 AO). Ist die Erklärung 14 Monate nach Jahresende nicht da, muss das Finanzamt den Zuschlag festsetzen, außer bei Fristverlängerung oder wenn keine Nachzahlung herauskommt; sonst entscheidet es nach Ermessen (§ 152 Abs. 1 bis 3 AO). Gegen den Zuschlag hast du einen Monat für den Einspruch. Der Säumniszuschlag ist etwas anderes: 1 % je Monat für eine zu späte Zahlung (§ 240 AO).

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Stand: Oktober 2026 · Redaktion: Ben Ambros · Gesetze und Urteile unter „Grundlagen“ am Seitenende

Infografik: Erklärung zu spät? Wann der Zuschlag kommt. Karte „Kommt ein Zuschlag?“, § 152 AO: Freiwillige Erklärung, keine Pflicht zur Abgabe: kein Zuschlag. Erstattung oder 0 € Steuer: nur nach Ermessen. Nachzahlung, über 14 Monate nach Jahresende: zwingend, 0,25 % je Monat, mindestens 25 €. Krankheit, Fristverlängerung: glaubhaft machen, Einspruch. Schritte: Bescheid prüfen, Frist notieren, Einspruch oder Erlass.
Gibst du eine Pflicht-Erklärung zu spät ab, kostet das je angefangenen Monat 0,25 % der Nachzahlung, mindestens 25 € (§ 152 Abs. 5 AO). Grafik: reklamo.ai

Verspätungszuschlag: Wann das Finanzamt ihn festsetzt

Nur wenn du zur Abgabe verpflichtet warst und die Frist verpasst hast (§ 152 Abs. 1 AO). Gibst du freiwillig ab, etwa um Geld zurückzubekommen, gibt es keinen Verspätungszuschlag. Eine Mahnung muss vorher nicht kommen, der Zuschlag steht dann einfach im Bescheid.

Erklärung fürFrist ohne SteuerberaterFrist mit Steuerberater oder LohnsteuerhilfevereinZuschlag zwingend bei Abgabe nach dem
202431. Juli 202530. April 202630. April 2026
202531. Juli 20261. März 20271. März 2027
20262. August 202729. Februar 202829. Februar 2028

Die Fristen stehen in § 149 Abs. 2 und 3 AO, für 2024 in Art. 97 § 36 Abs. 3 EGAO. Fällt ein Fristende auf ein Wochenende, gilt der nächste Werktag (§ 108 Abs. 3 AO). Wer ohne Berater abgibt, ist nach der Frist in der zweiten Spalte verspätet, auch wenn der Zuschlag erst später zwingend wird. Bis dahin entscheidet das Finanzamt nach Ermessen. Mehr Zeit gibt es mit einem Antrag auf Fristverlängerung, am besten vor Fristende (§ 109 AO): Muster für die Fristverlängerung.

Gesetzlicher Zuschlag oder Ermessen: Darauf kommt es an

Zwingend ist der Zuschlag, wenn die Erklärung für ein Kalenderjahr nicht binnen 14 Monaten nach Jahresende da ist, für 2024 binnen 16 Monaten (§ 152 Abs. 2 AO, Art. 97 § 36 Abs. 3 EGAO). Hat das Finanzamt die Erklärung vorzeitig angefordert, gilt der Termin aus der Anordnung. Einen Spielraum hat es dann nicht. Ausnahmen (§ 152 Abs. 3 AO): Das Finanzamt hat die Frist verlängert, die Steuer beträgt 0 € oder weniger, oder sie ist nicht höher als Vorauszahlungen und Lohnsteuer zusammen. Es kommt also keine Nachzahlung heraus.

Nach Ermessen entscheidet das Finanzamt in allen anderen Fällen, auch bei einer Erstattung (§ 152 Abs. 1 AO). Es muss vom Zuschlag absehen, wenn du glaubhaft machst, dass die Verspätung entschuldbar war. Das Verschulden eines Vertreters, etwa deines Steuerberaters, wird dir zugerechnet (§ 152 Abs. 1 Satz 2 AO).

Verspätungszuschlag bei Erstattung oder 0 € Steuer: Zwingend ist er dann nicht. Setzt das Finanzamt ihn nach Ermessen trotzdem fest, beträgt er mindestens 25 € je angefangenen Monat (§ 152 Abs. 5 Satz 2 AO). Prüf, ob der Bescheid erkennen lässt, warum das Finanzamt trotz Erstattung einen Zuschlag will. Fehlt jede Abwägung, sprich das im Einspruch an.

Verspätungszuschlag berechnen: Höhe und Mindestbetrag

Für jeden angefangenen Monat der Verspätung 0,25 % der festgesetzten Steuer nach Abzug von Vorauszahlungen und Lohnsteuer, mindestens 25 € im Monat (§ 152 Abs. 5 Satz 2 AO). Der Betrag wird auf volle Euro abgerundet, höchstens sind es 25.000 € (§ 152 Abs. 10 AO). Gibst du gar nicht ab und schätzt das Finanzamt, läuft der Zuschlag bis zu dem Tag, an dem der Schätzungsbescheid wirksam wird (§ 152 Abs. 9 AO).

Ein Beispiel mit erfundenen Zahlen: Anna Beispiel muss die Erklärung für 2024 abgeben und macht sie ohne Steuerberater. Frist war der 31. Juli 2025, abgegeben hat sie am 20. Oktober 2026. Das sind 15 angefangene Monate. Nach Abzug der Lohnsteuer zahlt sie 1.600 € nach, 0,25 % davon sind 4 € im Monat, weniger als der Mindestbetrag. Der Zuschlag beträgt also 15 × 25 € = 375 €, und weil die Erklärung nach dem 30. April 2026 kam, muss das Finanzamt ihn festsetzen. Bei 20.000 € Nachzahlung wären es 50 € im Monat, zusammen 750 €.

Wurdest du erstmals nach Ablauf der Frist zur Abgabe aufgefordert und durftest bis dahin annehmen, keine Erklärung abgeben zu müssen, zählen nur die Monate nach der Frist in der Aufforderung (§ 152 Abs. 5 Satz 3 AO). Das kann etwa Rentner betreffen, die zum ersten Mal eine Aufforderung bekommen.

Für Feststellungserklärungen, etwa zum Grundsteuerwert, und für die Gewerbesteuererklärung gilt ein fester Betrag von 25 € je angefangenen Monat (§ 152 Abs. 6 AO). Diesen Zuschlag setzt das Finanzamt fest, beim Gewerbe zusammen mit dem Messbescheid, nicht die Gemeinde. Einspruch und Antrag auf Erlass gehen deshalb ans Finanzamt. Wie du gegen den Grundsteuerwert selbst vorgehst: Einspruch zur Grundsteuer.

Einspruch gegen den Verspätungszuschlag: Begründung und Erfolg

Der Verspätungszuschlag steht meist mit im Steuerbescheid, ist aber eine eigene Festsetzung. Willst du nur ihn angreifen, nenn ihn im Einspruch ausdrücklich. Die Frist ist ein Monat ab Bekanntgabe (§ 355 AO), per Post gilt der Bescheid am vierten Tag nach dem Versand als bekannt gegeben (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 AO). Den letzten Tag zeigt der Rechner Einspruchsfrist berechnen.

Gute Chancen hat der Einspruch, wenn eine Voraussetzung fehlt:

Schlechte Chancen hast du, wenn du schlicht spät dran warst und der Zuschlag zwingend ist. Ändert sich später die Steuer, passt das Finanzamt den Zuschlag an, die Mindestbeträge bleiben (§ 152 Abs. 12 AO). Zahlen musst du trotz Einspruch, außer das Finanzamt setzt die Vollziehung aus: Aussetzung der Vollziehung. Muster für den Einspruch gegen die Steuer selbst: Einspruch gegen den Steuerbescheid.

An das Finanzamt, innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheids. Schalte nur die Begründungen ein, die auf dich zutreffen, und leg Belege bei, etwa die Bestätigung der Fristverlängerung oder ein ärztliches Attest. Online geht das in Mein ELSTER mit dem Formular „Einspruch einreichen inkl. Aussetzung der Vollziehung“. Per Post am besten als Einwurf-Einschreiben oder per Fax mit Sendebericht.

Muster 1 · Einspruch gegen den Verspätungszuschlag

Betreff: Einspruch gegen die Festsetzung des Verspätungszuschlags im [Bescheid, z. B. Einkommensteuerbescheid 2024] vom [Datum des Bescheids], Steuernummer [Steuernummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen die Festsetzung des Verspätungszuschlags von [Betrag des Zuschlags] € im oben genannten Bescheid lege ich Einspruch ein.

[Optional: Ich war für [Steuerjahr] nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Die Erklärung habe ich freiwillig abgegeben.]

[Optional: Sie hatten die Frist zur Abgabe bis zum [Datum der verlängerten Frist] verlängert. Die Erklärung ist am [Datum der Abgabe] bei Ihnen eingegangen, also rechtzeitig.]

[Optional: Die Verspätung war entschuldbar (§ 152 Abs. 1 Satz 2 AO): [Grund der Verspätung: was dich gehindert hat, z. B. Ich lag vom 3. Juni bis 28. August 2025 im Krankenhaus.] Einen Nachweis füge ich bei.]

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Erlass des Verspätungszuschlags aus Billigkeitsgründen

Ist die Einspruchsfrist vorbei, bleibt der Antrag auf Erlass. Das Finanzamt kann Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis ganz oder teilweise erlassen, wenn ihre Einziehung im Einzelfall unbillig wäre (§ 227 AO). Der Verspätungszuschlag gehört als steuerliche Nebenleistung dazu (§ 3 Abs. 4 und § 37 Abs. 1 AO). Einen Anspruch hast du nicht, das Finanzamt entscheidet nach Ermessen.

Schreib, warum die Erklärung zu spät kam und warum der Zuschlag dich unangemessen trifft, und leg Nachweise bei. Gründe, die du vortragen kannst: eine Krankheit oder ein Todesfall in der Familie, bisher immer pünktliche Erklärungen, oder dass kaum etwas nachzuzahlen war. Läuft die Einspruchsfrist noch, ist der Einspruch der stärkere Weg.

An das Finanzamt, wenn die Einspruchsfrist vorbei ist. Schreib ehrlich, warum die Erklärung zu spät kam, und leg Nachweise bei. Einen Anspruch auf den Erlass hast du nicht, das Finanzamt entscheidet nach Ermessen. Ist der Zuschlag noch offen, frag, ob es bis zur Entscheidung auf die Vollstreckung verzichtet. Schick den Antrag über Mein ELSTER, per Fax mit Sendebericht oder per Einwurf-Einschreiben.

Muster 2 · Antrag auf Erlass des Verspätungszuschlags aus Billigkeitsgründen

Betreff: Antrag auf Erlass des Verspätungszuschlags aus dem [Bescheid, z. B. Einkommensteuerbescheid 2024] vom [Datum des Bescheids], Steuernummer [Steuernummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

im oben genannten Bescheid haben Sie einen Verspätungszuschlag von [Betrag des Zuschlags] € festgesetzt. Ich beantrage, ihn nach § 227 AO [ganz / teilweise in Höhe von … €] zu erlassen.

Die Erklärung kam zu spät, weil [Grund der Verspätung: was dich gehindert hat, z. B. ich mich von März bis September 2025 um meine schwer kranke Mutter gekümmert habe].

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Säumniszuschlag: Erlass beantragen und vermeiden

Der Säumniszuschlag hat mit der Erklärung nichts zu tun. Er entsteht, wenn du eine Steuer nicht bis zum Fälligkeitstag zahlst: 1 % des auf volle 50 € abgerundeten Rückstands für jeden angefangenen Monat (§ 240 Abs. 1 AO). Einen Bescheid braucht es dafür nicht (§ 218 Abs. 1 AO). Auf Verspätungszuschläge und Zinsen fallen keine Säumniszuschläge an (§ 240 Abs. 2 AO). Beispiel: 1.234 € Rückstand werden auf 1.200 € abgerundet, das macht 12 € im Monat.

Vermeiden: Bei Überweisung gibt es drei Tage Schonfrist, bei Scheck oder Bargeld nicht (§ 240 Abs. 3 AO). Mit SEPA-Lastschriftmandat gilt die Zahlung am Fälligkeitstag als geleistet (§ 224 Abs. 2 Nr. 3 AO). Hältst du den Bescheid für falsch, beantrag vor der Fälligkeit die Aussetzung der Vollziehung. Kannst du nicht zahlen, beantrag vor der Fälligkeit Stundung (§ 222 AO); sie kostet 0,5 % Zinsen im Monat statt 1 % Säumniszuschlag. Lässt dich das Finanzamt nur in Raten zahlen, ohne zu stunden, laufen die Säumniszuschläge weiter (BFH, Urteil vom 08.11.1989, I R 30/84). Mehr dazu: Stundung und Ratenzahlung.

Erlass: Säumniszuschläge kann das Finanzamt nach § 227 AO erlassen, wenn ihre Einziehung im Einzelfall unbillig wäre, bei Grundsteuer und Gewerbesteuer die Gemeinde (§ 1 Abs. 2 Nr. 5 AO). Das Argument, 1 % im Monat sei zu viel, hilft kaum: Der BFH sieht keine ernstlichen Zweifel an der Höhe, auch nach dem Zinsanstieg 2022 (Beschluss vom 21.03.2025, X B 21/25 (AdV)). Gründe, die du vortragen kannst: eine plötzliche Krankheit, ein einmaliges Versehen, obwohl du sonst pünktlich zahlst, Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung oder ein Bescheid, der später zu deinen Gunsten geändert wurde. Einmal entstandene Zuschläge bleiben nämlich auch dann bestehen (§ 240 Abs. 1 Satz 4 AO). Stimmt die Berechnung nicht, verlang einen Abrechnungsbescheid (§ 218 Abs. 2 AO).

An das Finanzamt, bei Grundsteuer oder Gewerbesteuer an die Gemeinde. Steuerart, Zeitraum und Betrag findest du im Kontoauszug oder in der Mahnung. Zahl die Steuer selbst, so schnell es geht, oder beantrag Stundung, sonst laufen weiter Zuschläge auf. Bei Zahlungsunfähigkeit leg eine Aufstellung von Einnahmen, Ausgaben und Schulden bei. Schick den Antrag per Fax mit Sendebericht oder per Einwurf-Einschreiben.

Muster 3 · Antrag auf Erlass von Säumniszuschlägen

Betreff: Antrag auf Erlass von Säumniszuschlägen, Steuernummer [Steuernummer oder Kassenzeichen]

Sehr geehrte Damen und Herren,

die [Steuerart, z. B. Einkommensteuer] für [Jahr] war am [Datum der Fälligkeit] fällig. Seitdem sind Säumniszuschläge von [Betrag der Säumniszuschläge] € entstanden. Ich beantrage, sie nach § 227 AO [ganz / teilweise] zu erlassen.

[Optional: Ich konnte nicht pünktlich zahlen, weil [Grund der Verspätung: was dich gehindert hat, z. B. ich vom 2. bis 30. März im Krankenhaus lag und niemand die Überweisung erledigen konnte].]

[Optional: Ich zahle meine Steuern sonst immer pünktlich. Diesmal ist mir ein Versehen unterlaufen: [Versehen: was passiert ist, z. B. Die Überweisung kam wegen eines Zahlendrehers in der IBAN zurück.]]

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Verspätungszuschlag im Bescheid: Was du jetzt tun solltest

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Verspätungszuschlag?
0,25 % der Nachzahlung je angefangenen Monat, mindestens 25 € im Monat, höchstens 25.000 € (§ 152 Abs. 5 und 10 AO). Gerechnet wird mit der festgesetzten Steuer minus Vorauszahlungen und Lohnsteuer. Bei drei Monaten Verspätung und 1.000 € Nachzahlung sind das 75 €.
Gibt es einen Verspätungszuschlag bei Erstattung?
Nicht automatisch. Kommt keine Nachzahlung heraus, muss das Finanzamt keinen festsetzen (§ 152 Abs. 3 AO). Es kann ihn aber nach Ermessen festsetzen, dann mindestens 25 € je angefangenen Monat. Prüf in dem Fall, ob es seine Entscheidung begründet hat.
Kommt der Verspätungszuschlag auch ohne Mahnung?
Ja. Das Gesetz verlangt keine Erinnerung vorher. Der Zuschlag steht dann im Steuerbescheid, oft ohne Ankündigung.
Gibt es einen Verspätungszuschlag bei freiwilliger Steuererklärung?
Nein. Er setzt voraus, dass du zur Abgabe verpflichtet warst (§ 152 Abs. 1 AO). Freiwillig kannst du vier Jahre lang abgeben, die Erklärung für 2025 also bis Ende 2029.
Was ist der Unterschied zwischen Verspätungszuschlag und Säumniszuschlag?
Den Verspätungszuschlag gibt es für eine zu späte Erklärung, den Säumniszuschlag für eine zu späte Zahlung. Der Säumniszuschlag beträgt 1 % je angefangenen Monat und entsteht ohne Bescheid (§§ 218, 240 AO).
Kann ich den Einspruch gegen den Verspätungszuschlag über ELSTER einlegen?
Ja. In Mein ELSTER nimmst du das Formular „Einspruch einreichen inkl. Aussetzung der Vollziehung“ und schreibst in die Begründung, dass sich der Einspruch gegen den Verspätungszuschlag richtet. Den Text aus Muster 1 kannst du übernehmen.
Gilt das auch für die Steuererklärung 2024?
Ja, mit eigener Grenze. Ohne Berater war die Frist der 31. Juli 2025, mit Berater der 30. April 2026. Zwingend ist der Zuschlag für 2024, wenn die Erklärung nach dem 30. April 2026 kam (Art. 97 § 36 Abs. 3 EGAO).
Werden Säumniszuschläge erlassen, wenn ich nicht zahlen konnte?
Möglich, einen Anspruch darauf hast du nicht. Das Finanzamt kann erlassen, wenn die Einziehung unbillig wäre (§ 227 AO). Leg eine Aufstellung von Einnahmen, Ausgaben und Schulden bei und beantrag für die Zukunft Stundung oder Raten, damit keine weiteren Zuschläge entstehen.

Grundlagen

§§ 1, 3, 37, 108, 109, 122, 149, 152, 218, 222, 224, 227, 240, 355 AO · Art. 97 § 36 EGAO · BFH, Urteil vom 08.11.1989, I R 30/84 · BFH, Beschluss vom 21.03.2025, X B 21/25 (AdV) · Stand: Oktober 2026

Ben Ambros, Immobilienkaufmann
Ben Ambros · Immobilienkaufmann
13 Jahre Immobilienverwaltung in München (über 1.000 Wohnungen), heute Makler für Mehrfamilienhäuser in Murnau. Schreibt hier über das, was er früher selbst abgerechnet hat. Über Ben →
Zum Nachlesen: Verbraucherschutz.tv, Hallo München
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