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Vergleichswerte

Nebenkosten-Durchschnitt pro m²: die Betriebskostenspiegel-Tabelle und wo deine Abrechnung steht

„Sind 240 € Nebenkosten für 70 m² normal?" Die Antwort steht im Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds. Hier als Tabelle je Kostenart, mit Rechner für deine Wohnfläche und dem Weg von „zu hoch" zu „geprüft".

Kurz gesagt: Der Deutsche Mieterbund nennt im aktuellen Betriebskostenspiegel (Abrechnungsjahr 2024, veröffentlicht am 18. 12. 2025) 2,67 € pro m² und Monat als Durchschnitt aller tatsächlich gezahlten Nebenkosten, fallen alle Kostenarten an, sind es bis zu 3,68 €/m². Für 80 m² heißt das 213,60 € im Monat, bei allen Kostenarten 294,40 € oder 3.532,80 € im Jahr. Größter Posten: Heizung und Warmwasser mit 1,32 €/m², Spanne 0,46–2,18 €. Ohne Heizung liegen die „kalten" Nebenkosten bei rund 1,35 €/m². Normal sind je nach Heizung, Baujahr und Lage 2,00 bis 3,70 € pro qm; wer deutlich darüber liegt, sollte die Abrechnung prüfen.

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Stand: Oktober 2026 · Redaktion: Ben Ambros · Gesetze und Urteile unter „Grundlagen“ am Seitenende

Balkengrafik: Nebenkosten-Durchschnitt pro m² und Monat, Heizung und Warmwasser 1,32 €, Hauswart 0,37 €, Versicherungen 0,31 €, Wasser 0,29 €
Werte des Deutschen Mieterbunds für das Abrechnungsjahr 2024, für 80 m² sind das im Schnitt 213,60 € im Monat. Grafik: reklamo.ai

Nebenkosten pro qm (Quadratmeter): die Tabelle nach Kostenart, Abrechnungsjahr 2024

Alle Werte sind Angaben pro Quadratmeter Wohnfläche (m², oft auch m2 oder qm geschrieben) und Monat für eine Mietwohnung, aus dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds; die dritte Spalte rechnet sie auf eine 80-m²-Wohnung und ein Jahr um. Die Nummer verweist auf den Katalog des § 2 BetrKV, nur diese 17 Kostenarten sind überhaupt umlagefähig.

Kostenart€/m²/Monat80 m² pro Jahr§ 2 BetrKVHinweis
Heizung und Warmwasser1,32 €1.267,20 €Nr. 4–6Spanne 0,46–2,18 €; Verbrauchsabrechnung Pflicht
Hauswart0,37 €355,20 €Nr. 140,21 €, wenn Reinigung, Garten und Winterdienst separat abgerechnet werden
Sach- und Haftpflichtversicherungen0,31 €297,60 €Nr. 13Gebäude-, Glas-, Haftpflicht; Rechtsschutz und Hausrat des Vermieters nicht
Wasser und Abwasser0,29 €278,40 €Nr. 2–3inkl. Zählermiete und Eichkosten
Gebäudereinigung0,21 €201,60 €Nr. 9entfällt, wenn Mieter laut Vertrag selbst putzen
Aufzug0,20 €192,00 €Nr. 7Reparaturen nie
Grundsteuer0,18 €172,80 €Nr. 1seit 2025 neu berechnet, regional stark unterschiedlich
Müllbeseitigung0,16 €153,60 €Nr. 8kein Sperrmüll, keine Bauschuttcontainer
Gartenpflege0,15 €144,00 €Nr. 10inkl. Spielplatz und Erneuerung von Pflanzen
Sonstige Betriebskosten0,07 €67,20 €Nr. 17nur mit ausdrücklicher Nennung im Mietvertrag
Gemeinschaftsantenne / Kabel0,07 €67,20 €Nr. 15seit 1. 7. 2024 nicht mehr umlagefähig (Restwert aus dem ersten Halbjahr 2024)
Beleuchtung0,06 €57,60 €Nr. 11Allgemeinstrom für Flur, Keller, Außenanlagen
Straßenreinigung0,04 €38,40 €Nr. 8kommunale Gebühr
Schornsteinreinigung0,04 €38,40 €Nr. 12inkl. Immissionsmessung
Durchschnitt tatsächlich gezahlt2,67 €2.563,20 €–über alle Abrechnungen, nicht jede enthält jede Position
Summe bei allen Kostenarten3,68 €3.532,80 €–„zweite Miete" nach DMB-Rechnung

Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2,51 €) liegt bei gut 6 %, getrieben von Heizung und Warmwasser; die Position Kabel ist mit dem Ende des Nebenkostenprivilegs um rund 42 % gefallen. Nicht in der Tabelle, weil nicht umlagefähig: Verwaltung, Instandhaltung, Reparaturen, Bankgebühren, Rücklagen, die Streichliste.

Nebenkostenspiegel: Entwicklung von 2022 bis 2024

Der Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds, oft auch Nebenkostenspiegel genannt, erscheint jeweils gut ein Jahr nach dem Abrechnungsjahr. Wer eine ältere Abrechnung prüft, vergleicht mit dem Wert des passenden Jahres:

AbrechnungsjahrØ pro m² und MonatHöchstwert (alle Kostenarten)80 m² pro Jahr (Ø)
20242,67 €3,68 €2.563,20 €
20232,51 €3,15 €2.409,60 €
20222,28 €2,87 €2.188,80 €

Von 2022 auf 2023 stiegen die Mietnebenkosten im Schnitt um rund 10 %, bei Heizung und Warmwasser um 18 %; 2024 kamen noch einmal gut 6 % dazu. Eine Abrechnung für 2023 misst du also an 2,51 € pro m² (qm) und Monat, nicht am aktuellen Wert. Die Werte für das Abrechnungsjahr 2025 veröffentlicht der Mieterbund voraussichtlich gegen Ende 2026, bis dahin ist 2024 der aktuellste Vergleich.

Durchschnittliche Nebenkosten pro qm nach Jahr: 2017, 2018, 2022, 2023, 2024

Wer eine alte Abrechnung prüft oder den eigenen Mietvertrag mit früheren Jahren vergleicht, braucht den Wert des jeweiligen Abrechnungsjahres. Die durchschnittlichen Nebenkosten pro qm nach dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds, jeweils pro Quadratmeter und Monat:

AbrechnungsjahrØ pro m² und MonatAlle KostenartenHeizung und WarmwasserVeröffentlicht
20162,16 €2,79 €–2018
20172,16 €2,81 €1,03 €Oktober 2019
20182,17 €2,88 €–2020/2021
2019 bis 2021kein Betriebskostenspiegel erschienen
20222,28 €2,87 €1,07 €18. 1. 2024
20232,51 €3,15 €1,26 €20. 12. 2024
20242,67 €3,68 €1,32 €18. 12. 2025

Auffällig ist die Lücke: Für die Abrechnungsjahre 2019 bis 2021 hat der Mieterbund keinen Spiegel veröffentlicht, der nächste nach 2018 erschien erst für 2022. Zwischen 2018 und 2024 sind die durchschnittlichen Nebenkosten pro qm damit von 2,17 auf 2,67 € gestiegen, also um rund 23 %, der Großteil davon nach 2022 über Heizung und Warmwasser. Für 2025 und 2026 gibt es noch keinen Spiegel; der Wert für das Abrechnungsjahr 2025 kommt voraussichtlich im Dezember 2026. Bis dahin misst du eine Abrechnung für 2025 an den 2024er-Werten und rechnest bei der Heizung die Entwicklung der Energiepreise und des CO₂-Preises dazu (CO₂-Kosten).

Nebenkosten pro Person und Monat: 1 Person auf 50 oder 60 qm

Einen eigenen Durchschnitt pro Person gibt der Betriebskostenspiegel nicht her, er rechnet pro Quadratmeter. Für eine Person auf 50 m² ergeben die 2024er-Werte 133,50 € im Monat (50 × 2,67 €), fallen alle Kostenarten an, bis zu 184,00 €. Auf 60 m² sind es 160,20 €, höchstens 220,80 €. Im Jahr also rund 1.600 bis 2.200 € für eine Single-Wohnung; die Tabelle unter Beispiele nach Personen rechnet weitere Größen vor.

Die Personenzahl wirkt nur dort, wo der Mietvertrag nach Köpfen verteilt, meist bei Wasser, Abwasser und Müll (§ 556a Abs. 1 BGB erlaubt das, Standard ist die Wohnfläche). Wer allein auf 60 m² wohnt, zahlt bei Verteilung nach Fläche genauso viel Müllgebühr wie das Paar nebenan auf 60 m². Welcher Schlüssel bei dir gilt und ob er zulässig ist, steht unter Verteilerschlüssel.

Kalte Betriebskosten pro qm

Kalte Betriebskosten sind alle Nebenkosten ohne Heizung und Warmwasser. 2024 lagen sie im Schnitt bei rund 1,35 € pro m² und Monat. Die größten kalten Posten aus der Tabelle oben: Hauswart 0,37 € (0,21 € bei getrennter Abrechnung von Reinigung, Garten und Winterdienst), Versicherungen 0,31 €, Wasser und Abwasser 0,29 €, Gebäudereinigung 0,21 €, Aufzug 0,20 €, Grundsteuer 0,18 €, Müll 0,16 €. Zahlst du mehr als etwa 1,60 € kalt, lohnt der Blick in die einzelnen Positionen; über umlagefähige Betriebskosten siehst du, was überhaupt in die Abrechnung darf.

Nebenkosten pro qm in Bayern

Einen amtlichen Betriebskostenspiegel für Bayern gibt es nicht. Der Deutsche Mieterbund weist seine Werte nur bundesweit aus, die regionalen Spiegel stammen von Landesverbänden und Mietervereinen (für Bayern der DMB Landesverband Bayern und der Mieterverein München) und erscheinen unregelmäßig. Wer „Nebenkosten pro qm 2024 Bayern“ sucht, findet deshalb unterschiedliche Zahlen aus unterschiedlichen Jahren.

Was sich belegen lässt: Die Unterschiede innerhalb Bayerns sind größer als die zum Bundesschnitt. Die Grundsteuer hängt seit 2025 vom Hebesatz der Gemeinde ab, Wasser und Abwasser von den kommunalen Gebühren, und München liegt bei Hauswart, Reinigung und Versicherungen über dem Durchschnitt, weil Löhne und Gebäudewerte höher sind. Bei der Heizung zählt das Haus, nicht das Bundesland. Für deine Prüfung nimmst du daher die bundesweite Tabelle als Maßstab, gibst deine Werte in den Rechner ein und schaust bei Abweichungen über 20 % in die Belege.

Rechner: Was sind normale Nebenkosten für deine Wohnung?

Nebenkosten-Durchschnitt für deine Wohnfläche

Basis: Betriebskostenspiegel Abrechnungsjahr 2024, Ø 2,67 €/m²/Monat, Maximum 3,68 €/m²/Monat, Heizung/Warmwasser 1,32 €/m². Ein Wert über dem Maximum ist noch kein Beweis für einen Fehler, aber Grund, Position für Position zu prüfen.

Nebenkosten für 1 Person, 2 Personen, 3 Personen: Beispiele von 40 bis 120 m²

WohnungØ gesamt/Monatdavon kalt (ohne Heizung)Maximum/MonatØ pro Jahr
40 m² (1 Person)106,80 €54,00 €147,20 €1.281,60 €
45 m² (1 Person)120,15 €60,75 €165,60 €1.441,80 €
50 m² (1 Person)133,50 €67,50 €184,00 €1.602,00 €
60 m² (2 Personen)160,20 €81,00 €220,80 €1.922,40 €
70 m² (2 Personen)186,90 €94,50 €257,60 €2.242,80 €
80 m² (2 Personen)213,60 €108,00 €294,40 €2.563,20 €
100 m² (3–4 Personen)267,00 €135,00 €368,00 €3.204,00 €
120 m² (3–4 Personen)320,40 €162,00 €441,60 €3.844,80 €

Die Personenzahl steuert vor allem Wasser und Müll, wenn nach Köpfen verteilt wird; die Heizung folgt der Fläche und dem energetischen Zustand. Eine Single-Wohnung mit 45 m² liegt deshalb näher an 120 € als an den 100 €, die viele erwarten und ein Altbau mit Gasetagenheizung rechnet die Heizung gar nicht über die Nebenkosten ab, sondern über die eigene Gasrechnung. Welcher Schlüssel für welche Position zulässig ist, steht unter Verteilerschlüssel.

Für drei Personen auf 80 m² liegst du in derselben Größenordnung wie zwei. Mehr Personen erhöhen vor allem Wasser und Müll, wenn danach verteilt wird. Alle Werte: Durchschnitt des Betriebskostenspiegels für das Abrechnungsjahr 2024 (2,67 € pro m², davon 1,35 € ohne Heizung), Maximum mit allen Kostenarten 3,68 € pro m².

Wie hoch dürfen Nebenkosten sein? Warum es keine Obergrenze gibt

Eine gesetzliche Deckelung gibt es nicht; der Vermieter darf abrechnen, was tatsächlich angefallen ist, unter zwei Bedingungen: Die Kostenart muss im Mietvertrag vereinbart und in § 2 BetrKV gelistet sein, und der Vermieter muss das Wirtschaftlichkeitsgebot beachten (§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB): keine überteuerten Verträge, kein Hauswart zu Handwerkerstundensätzen, keine Versicherung, die seit zehn Jahren nicht ausgeschrieben wurde. Der Durchschnitt ist dabei ein Indiz, kein Beweis. Grundsteuer, Wasser und Müll schwanken zwischen Kommunen um den Faktor zwei; ein Haus mit Aufzug, Tiefgarage und Gartenpflege kann berechtigt bei 3,50 €/m² liegen. Zu hoch im rechtlichen Sinn ist eine Abrechnung erst, wenn Posten drinstehen, die nicht hineingehören, wenn der Schlüssel falsch ist oder die Belege die Beträge nicht decken. Die zehn typischen Fehler stehen unter Fehler in der Nebenkostenabrechnung.

Nachzahlung: wie viel ist normal?

Bei einer passenden Vorauszahlung liegt die Nachzahlung im Bereich einer halben bis ganzen Monatsvorauszahlung; 100–400 € sind nach den Energiepreisjahren üblich, vierstellige Beträge sind es nicht. Faustformel: Vorauszahlung × 12 sollte in der Nähe von Wohnfläche × 2,67 € × 12 liegen. Ist die Vorauszahlung deutlich niedriger angesetzt, ist die Nachzahlung vorprogrammiert, dann hilft der 5-Minuten-Check bei zu hoher Nachzahlung, und nach der Abrechnung darf die Vorauszahlung in beide Richtungen angepasst werden (§ 560 BGB). Zahlen musst du eine fällige Nachzahlung trotzdem erst einmal, unter Vorbehalt, damit dein Einwand erhalten bleibt.

Über dem Durchschnitt? So prüfst du in zehn Minuten

1. Position für Position vergleichen: Teile jeden Posten durch deine Wohnfläche und zwölf Monate und lege ihn neben die Tabelle oben. Heizung über 2,18 €/m², Hauswart über 0,50 €, Versicherung über 0,45 € sind die üblichen Ausreißer. 2. Nicht umlagefähige Posten streichen, Verwaltung, Reparatur, Bank, Rücklage. 3. Belege anfordern für alles, was auffällt: Belegeinsicht nach § 259 BGB. Den ersten Schritt nimmt dir der Nebenkosten-Check ab: Abrechnung fotografieren, jede Zeile wird gegen § 2 BetrKV und die Vergleichswerte geprüft, Auffälliges mit Betrag markiert, dazu das fertige Schreiben: 3 Prüfungen für 29 €. Danach: Widerspruch mit Positionsliste innerhalb von zwölf Monaten.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die durchschnittlichen Nebenkosten pro qm 2026?
Der aktuellste bundesweite Wert ist der Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds für das Abrechnungsjahr 2024: 2,67 € pro m² und Monat im Durchschnitt, bis 3,68 € bei allen Kostenarten. Abrechnungen für 2025, die 2026 kommen, dürften wegen Grundsteuer und CO2-Preis eher etwas darüber liegen; der nächste Spiegel erscheint voraussichtlich im Dezember 2026.
Was sind normale Nebenkosten für 2 Personen?
Bei 60–80 m² etwa 160–215 € im Monat inklusive Heizung (2,67 €/m²), im ungünstigen Fall bis 220–295 € (3,68 €/m²). Die Personenzahl wirkt vor allem auf Wasser und Müll; entscheidend für die Höhe sind Fläche, Heizungsart und Gebäudezustand.
Wie hoch darf eine Nebenkostenabrechnung sein?
Es gibt keine gesetzliche Obergrenze. Zulässig ist, was im Mietvertrag vereinbart, in § 2 BetrKV gelistet und wirtschaftlich angemessen ist (§ 556 Abs. 3 BGB). Der Durchschnitt von 2,67 €/m² ist ein Vergleichswert, deutliche Abweichungen sind ein Anlass zur Prüfung, kein automatischer Fehler.
Wie viel Nebenkosten-Nachzahlung ist normal?
Bei passender Vorauszahlung eine halbe bis eine Monatsvorauszahlung, also meist 100–400 €. Höhere Nachzahlungen entstehen fast immer durch zu niedrig angesetzte Vorauszahlungen oder gestiegene Heizkosten. Beides lässt sich nachrechnen: Vorauszahlung × 12 gegen Wohnfläche × 2,67 € × 12.
Gilt der Betriebskostenspiegel auch für meine Stadt?
Der Bundeswert glättet große regionale Unterschiede bei Grundsteuer, Wasser und Müll. Viele Landesverbände und Mietervereine veröffentlichen eigene Spiegel (etwa Berlin, NRW, Hamburg, Bayern); für Heizkosten gibt es zusätzlich den bundesweiten Heizspiegel. Für die Prüfung einer einzelnen Abrechnung zählen am Ende die Belege, nicht der Spiegel.
Wie viel Nebenkosten zahlen 2 Personen für 70 oder 80 qm?
Auf 80 m² im Schnitt rund 214 € im Monat (2,67 € pro m²), mit allen Kostenarten bis zu rund 294 €, ohne Heizung etwa 108 €. Auf 70 m² sind es rund 187 €, höchstens rund 258 €, ohne Heizung etwa 95 €. Ob ihr zu zweit oder allein wohnt, ändert daran wenig, die Personenzahl wirkt vor allem bei Wasser und Müll.
Wie hoch sind die Nebenkosten für eine Person?
Für eine typische Single-Wohnung mit 40 bis 50 m² im Schnitt rund 107 bis 134 € im Monat, mit allen Kostenarten bis zu rund 184 €.
Wie viel Nebenkosten pro qm sind normal?
Normal sind 2,00 bis 3,70 € pro m² und Monat. Der Durchschnitt des Betriebskostenspiegels 2024 liegt bei 2,67 €, mit allen Kostenarten bei 3,68 €. Entscheidend ist die Heizung: Sie macht mit 1,32 € etwa die Hälfte aus und schwankt zwischen 0,46 und 2,18 €. Kalte Betriebskosten über 1,60 € pro m² sind ein Grund, die Positionen einzeln zu prüfen.
Was waren die durchschnittlichen Nebenkosten pro qm 2017 und 2018?
2017: 2,16 € pro m² und Monat, mit allen Kostenarten 2,81 €. 2018: 2,17 €, mit allen Kostenarten 2,88 €. Für 2019 bis 2021 hat der Deutsche Mieterbund keinen Betriebskostenspiegel veröffentlicht, danach ging es mit 2,28 € (2022), 2,51 € (2023) und 2,67 € (2024) nach oben.
Was kostet eine 50-qm-Wohnung für 1 Person an Nebenkosten?
Nach dem Betriebskostenspiegel 2024 im Schnitt 133,50 € im Monat, bei Anfall aller Kostenarten bis zu 184 €, im Jahr also rund 1.600 bis 2.200 €. Einen Wert pro Person gibt es nicht; die Personenzahl wirkt nur, wenn Wasser, Abwasser oder Müll laut Mietvertrag nach Köpfen verteilt werden.
Gibt es den Betriebskostenspiegel 2024 für Bayern?
Nicht vom Deutschen Mieterbund, der rechnet nur bundesweit. Regionale Werte veröffentlichen der DMB Landesverband Bayern und der Mieterverein München in eigenen Auswertungen, zu anderen Zeitpunkten und mit anderer Datenbasis. Für die Prüfung deiner Abrechnung reicht die bundesweite Tabelle; Unterschiede in Bayern entstehen vor allem durch Grundsteuer-Hebesatz, Wassergebühren und das Münchner Lohnniveau.
Wie hoch sind die Nebenkosten für zwei Personen auf 90 oder 100 qm?
Im Durchschnitt rund 240 € im Monat für 90 qm und 267 € für 100 qm (2,67 € pro qm). Fallen alle Kostenarten an, sind es bis zu 331 € oder 368 €. Zu zweit liegt der Verbrauch bei Wasser und Heizung etwas höher als allein; den Rest bestimmt die Wohnfläche.
Wie hoch sind die Nebenkosten ohne Heizkosten pro qm?
Rund 1,35 € pro qm und Monat. Das sind die kalten Betriebskosten ohne Heizung und Warmwasser, die im Schnitt 1,32 € pro qm ausmachen (Betriebskostenspiegel, Abrechnungsjahr 2024).
Wie berechne ich die Nebenkosten nach qm Wohnfläche, gibt es eine Formel?
Ja: Gesamtkosten einer Position geteilt durch die Wohnfläche des Hauses, mal deine Wohnfläche. Beispiel: 6.000 € Grundsteuer, 1.200 qm im Haus, 80 qm Wohnung ergeben 400 € im Jahr. Ob deine Summe normal ist, zeigt der Rechner oben.
Wie groß ist der Unterschied bei den Nebenkosten zwischen 1 und 2 Personen?
Kleiner als viele denken, denn die meisten Posten werden nach Wohnfläche verteilt. Zu zweit zahlt ihr vor allem bei Wasser, Abwasser, Warmwasser und Müll mehr, wenn diese Posten nach Personen oder Verbrauch abgerechnet werden.
Nebenkosten pro qm 2025: Gibt es schon Durchschnittswerte?
Noch nicht. Die Abrechnungen für 2025 kommen bis Ende 2026, der Betriebskostenspiegel dazu erscheint danach. Bis dahin sind die Werte für 2024 die beste Orientierung, 2,67 € pro m² und Monat. Teurer macht 2025 vor allem der CO₂-Preis, der von 45 auf 55 € je Tonne gestiegen ist; die Grundsteuer ist seit der Reform je nach Gemeinde gestiegen oder gesunken.
Wie hoch sind die Nebenkosten für ein Haus?
Für ein gemietetes Haus gelten dieselben Werte pro m² wie für eine Wohnung: im Schnitt 2,67 € (2024), bei 120 m² also rund 320 € im Monat mit Heizung. Oft zahlst du Strom, Gas oder Öl, Wasser und Müll beim Einfamilienhaus direkt an die Versorger; dann stehen nur noch Posten wie Grundsteuer, Versicherung und Schornsteinfeger in der Abrechnung.

Grundlagen

Deutscher Mieterbund, Betriebskostenspiegel für Deutschland, Abrechnungsjahr 2024 (18. 12. 2025) · § 2 BetrKV · § 556 Abs. 3 BGB (Wirtschaftlichkeitsgebot) · § 560 BGB · Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds für die Abrechnungsjahre 2016 bis 2024 (mieterbund.de/betriebskostenspiegel) · § 556a BGB · Stand: Oktober 2026

Ben Ambros, Immobilienkaufmann
Ben Ambros · Immobilienkaufmann
13 Jahre Immobilienverwaltung in München (über 1.000 Wohnungen), heute Makler für Mehrfamilienhäuser in Murnau. Schreibt hier über das, was er früher selbst abgerechnet hat. Über Ben →
Zum Nachlesen: Verbraucherschutz.tv, Hallo München
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